Mainz | 05.07.2017 - Flucht vor Polizeikontrolle führt zu Feuerwehreinsatz

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Eine Filmreife Szene spielte sich am Mittwochabend gegen 18 Uhr auf der Kreuzung der L427 zwischen Drais und Ober-Olm ab. Zwei Insassen in einem PKW wollten sich einer Polizeikontrolle entziehen und gaben Vollgas, als die hinter ihnen fahrende Polizeistreife in der Hebbelstraße auf den Lerchenberg ihr Blaulicht mit dem Hinweis "Stop Polizei" einschaltete, um auf die Kontrolle aufmerksam zu machen. Dabei rasten die beiden über die rote Ampel an der "Forsthaus" Kreuzung, übersahen jedoch ein von links kommendes Fahrzeug eines 46jährigen, touchierten es, überschlugen sich daraufhin und rutschten auf der Beifahrerseite liegende bis hinter die Kreuzung. Dort prallten sie in ein aus Ober-Olm kommendes Fahrzeug.

Der 19jährige Unfallfahrer und sein 18jähriger Beifahrer wurden leicht verletzt. Während der Beifahrer selbst aus dem Fahrzeug steigen konnte, musste der Fahrer von der Feuerwehr befreit werden. Die Insassen der beiden weiteren beteiligten Wagen blieben unverletzt. Beide Personen wurden durch einen Rettungsdienst in Mainzer Krankenhäuser verbracht. Der PKW des 19jährigen war nicht mehr fahrbereit und wurde abgeschleppt. Die Kreuzung war während der Unfallaufnahme und der Bergungsarbeiten für ca. 1 Stunde gesperrt. Die Polizei schätzt den entstandenen Sachschaden auf 20.000 bis 25.000 EUR. Warum der 19jährige die Anhaltezeichen missachtete, ist bislang nicht bekannt.  

Im Auto des Unfallverursachers fand die Polizei bei der nachfolgenden Durchsuchung ein Messer und eine Spielzeugwaffe. Inwieweit die beiden Gegenstände strafrechtlich relevant sind, müssen weitere Ermittlungen ergeben.

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Quelle: mainz112, Merkurist

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