Mainz | 26.10.2013 - Notfallübung für Störfall im Kernkraftwerk Philippsburg

mainz112 notfalluebungmainz112 FotoDie IGS in Mainz-Bretzenheim wurde heute von allen Rettungsorganisationen aus dem Raum Mainz komplett eingenommen.
Grund hierfür war die Übung der Bereitstellung einer Notfallstation für betroffene Bürger im Fall einer Störung im Kernkraftwerk Philippsburg mit Austritt radioaktiver Stoffe.

Diese Notfallstation ist eine von 10 Stationen die im Störfall in Rheinland-Pfalz aufgebaut werden. Die Katastrophenschutzplanung in der Umgebung kerntechnischer Anlagen ist Aufgabe des Landes, die Einsatzleitung liegt bei der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD).

Die Planung zur Einrichtung und zum Betrieb der Notfallstation in Mainz liegt in den Händen der Stadt. Innerhalb der Stadtverwaltung ist hier das Rechts- und Ordnungsamt, Sachgebiet Bevölkerungsschutz, zuständig. Unterstützt wird diese von den Rettungsdienstorganisationen, der Universitätsklinik Mainz, der Feuerwehr Mainz und dem Technischen Hilfswerk.

Die Notfallstation in Mainz ist schon seit 1987 in der IGS Bretzenheim vorgesehen, die erste und bisher einzige Übung dieser Art wurde 1990 durchgeführt.

 


Größere Kartenansicht

Die Aufgaben der Notfallstation sind:

  • Information von Betroffenen und Nichtbetroffenen
  • Allgemeine, medizinische und psychosoziale Notfallversorgung
  • Durchführung von Kontaminationskontrollen
  • Ggf. Durchführung von Dekontaminationsmaßnahmen
  • Abschätzung der Strahlenexposition
  • Strahlenmedizinische Beurteilung
  • Ggf. Weiterleitung behandlungsbedürftiger Personen in geeignete Krankenhäuser
  • Betreuung von Personen die der Hilfe bedürfen

In Bretzenheim zeigte sich für die Besucher ein sehr gut organisiertes Ablaufschema, das, beginnend bei der Aufnahme und Anmeldung mit erster Analyse der möglichen Kontamination bis zur ärztlichen Versorgung und ggf. stationärer Einweisung die Patienten, in 11 Stationen durchlaufen werden musste. Auch für die nicht direkt betroffenen Bürger wurde ein Informationszentrum eingerichtet, in dem sich jeder über die Schadenslage und weitere Maßnahmen informieren konnte.

Mindestens 110 Helfer sind für die Besetzung der Notfallstation erforderlich, besser 150, so der verantwortliche Organisator Helmut Binzel von der Stadt Mainz. Die Notfallstation ist für den Durchlauf von 1.000 Personen am Tag und eine Dauer von 5 Tagen zu stellen, so dass die Helfer im Dreischichtbetrieb für fünf Tage aufgebracht werden müssen.

Laut Herrn Volker Meyer, Referent für Brand- und Katastrophenschutz bei der ADD, ist die Stadt verantwortlich um die Helfer für den Aufbau und die ersten Maßnahmen zu stellen. Im weiteren Verlauf der fünf Tage wird die ADD sich für die Organisation der Helfer verantwortlich zeigen.

Weitere Notfallstationen würden im Bedarfsfall z.B. in Bingen, Alzey, Bad Dürkheim und Neustadt aufgebaut, so dass die Helfer aus den umliegenden Bereichen herangezogen werden könnten.

In Mainz waren an der Übung folgende Organisationen beteiligt: THW, Malteser, Die Johanniter, Deutsches Rotes Kreuz, ASB, DLRG, ökumenische Notfallseelsorge, Berufsfeuerwehr und die Freiwilligen Feuerwehren der Stadt Mainz sowie die Nuklearmedizin der Universitätskliniken.

  • 20131026_001
  • 20131026_002
  • 20131026_003
  • 20131026_003a
  • 20131026_004
  • 20131026_005
  • 20131026_006
  • 20131026_007
  • 20131026_008
  • 20131026_009
  • 20131026_010
  • 20131026_011
  • 20131026_012
  • 20131026_013
  • 20131026_014
  • 20131026_015
  • 20131026_016
  • 20131026_017
  • 20131026_018
  • 20131026_019
  • 20131026_020

Simple Image Gallery Extended


Warning: Parameter 2 to modChrome_artblock() expected to be a reference, value given in /homepages/46/d10202712/htdocs/mainz112/cms/templates/mainz112_template_v9/html/modules.php on line 36

Warning: Parameter 3 to modChrome_artblock() expected to be a reference, value given in /homepages/46/d10202712/htdocs/mainz112/cms/templates/mainz112_template_v9/html/modules.php on line 36

Veranstaltungen